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Stand: 28.08.09
 
George MacDonald - eine kleine Einführung
 
Signatur George MacDonalds
 
George MacDonald
George MacDonald
George MacDonald (1824-1905) war ein schottischer Theologe, Autor und Poet. Ich hatte noch nie von ihm gehört, bis ich über ein Buch von John Eldredge auf ihn aufmerksam wurde. Was mich an George MacDonald sofort faszinierte, war, wie er Gott sehr anschaulich als einen großzügigen und liebenden Vater beschreibt und daraus ganz praktische Konsequenzen für unser menschliches Leben ableitet.
Erst seit ich selbst Vater von drei Kindern bin, ist mir bewußt, wie tief die Liebe zwischen Eltern und Kindern sein kann. Wenn man diese menschliche Erfahrung auf das biblische Bild von Gott als dem liebenden Vater überträgt, bekommt das eigene Bewußtsein für das von-Gott-Geliebtwerden eine ganz neue Dimension. Meine Liebe zu meinen Kindern ist nur ein schwaches Abbild der Liebe Gottes zu mir - wie viel größer muß die Liebe Gottes zu uns Menschen sein (vgl. Mt 7,11par)!
Gott als liebender Vater aller Menschen
Zentrum und Ausgangspunkt des Nachdenkens und Redens über Gott ist für George MacDonald die unbedingte und grenzenlose Vaterliebe Gottes zu uns Menschen, seinen Kindern. Neben dem starken Zuspruch des Trostes und der Liebe Gottes kommt aber auch die Ethik nicht zu kurz. Es ist, so MacDonald, die Aufgabe des Menschen, die von Gott erfahrene Liebe an andere Menschen weiterzugeben - auch und gerade an an diejenigen, die in unseren Augen Verlierer, Außenseiter oder sogar Feinde sind. Die Gotteskindschaft des einzelnen Menschen gilt für die ganze Menschheit und schließt folglich alle Menschen in der Familie Gottes mit ein. Allerdings nehmen nicht alle Menschen ihre Gotteskindschaft an. Sie sind deshalb trotzdem Gottes Kinder, erfahren aber nicht den Segen und Trost einer lebendigen Gottesbeziehung - sie sind Kinder, die ihr Erbe nicht antreten.
Der liebende Vater und das Leid
Auch die Erfahrung des Leidens und des Todes wird bei George MacDonald nicht ausgeklammert, im Gegenteil: Er selbst hatte in seinem Leben etliche Schicksalsschläge zu verkraften. Als er selbst erst acht Jahre alt war, starb seine Mutter. MacDonalds Vater, zu dem er ein sehr inniges Verhältnis hatte, und seine Brüder John und Alec wurden ebenfalls nicht sehr alt. Vier seiner Kinder und ein Enkelkind starben vor ihm. Auch seine eigene Gesundheit war sehr labil; immer wieder litt er an Lungenproblemen und kam dem Tod mehrmals sehr nahe. Er läßt diese Erfahrungen des Leidens und des Todes in seine theologischen und literarischen Werke einfließen und kann sie in das Bild Gottes vom liebenden, tröstenden Vater überzeugend integrieren. Sein theologischer Ansatz und die Anschaulichkeit der Bilder, mit denen er ihn vermittelt, können noch heute trösten und für die Seelsorge fruchtbar gemacht werden.
Ein Theologe gegen den Mainstream seiner Zeit
George MacDonald wurde schon als Kind calvinistisch geprägt. Während seiner Jugend- und Studienzeit begegnete MacDonald immer wieder der radikalen und unbarmherzigen Form des Calvinismus: Wer in seiner Lebensführung nicht den frommen Vorstellungen der Gemeinde entsprach, wurde ohne Möglichkeit zur Umkehr exkommuniziert. Sünde und Mißerfolg galten als sichere Anzeichen dafür, daß jemand nicht zu den Erwählten gehörte und daher verloren war. In seiner Theologie wendet sich George MacDonald gegen diese Strenge und das mit ihr verbundene Gottesbild. Daß der Glaube praktische Konsequenzen für die Lebensführung und Ethik eines Menschen hat, hält er fest. Gerade in dieser engen Verbindung aus gnädigem Gottesbild und anspruchsvoller Ethik besteht für mich die große Stärke seiner Theologie. Viele Menschen seiner Zeit sahen das anders. So wurde MacDonald wegen Häresieverdacht das Gehalt gekürzt. 1853 mußte er schließlich sein Amt als kongregationalistischer Pastor niederlegen. Als Lehrer, Hilfsprediger und Autor konnte er seine große Familie (MacDonald hatte elf Kinder!) nur mit Mühe ernähren.
George MacDonald und die Literaturszene seiner Zeit
George MacDonald gehörte zum Dunstkreis der Inklings, eines Autorenzirkels um C.S. Lewis und J. R. R. Tolkien, in dem die Literaturgattung Fantasy entstand. Für C. S. Lewis wurde George MacDonald ein literarisches Vorbild. Aus Dankbarkeit widmete Lewis ihm eine Anthologie. MacDonald beeinflußte auch andere christliche Autoren wie G.K. Chesterton und weitere Zeitgenossen wie W.H. Auden, John Ruskin, Lewis Carroll (der Autor von Alice im Wunderland), Octavia Hill, F.D. Maurice, Ralph Waldo Emerson, John Greenleaf Whittier, Oliver Wendell Holmes und Mark Twain. In England zählt MacDonald noch heute zu den bekanntesten Kinderbuchautoren.
Weiterführendes auf hradetzkys.de
Zum Weiterlesen: Texte von George MacDonald
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