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Das Teichoskop
Τειχοσ ist griechisch und bedeutet "Mauer". Σκοπεω bedeutet "spähen". So wie ein Mikroskop etwas ist, womit man besonders kleine Dinge sehen kann, ist ein Teichoskop folglich ein Instrument, mit dem man über eine Mauer spähen kann.
Der Begriff Teichoskopie ist im Theater gebräuchlich. Da man wegen des zu großen Aufwandes oft nicht alles darstellen kann, was die Handlung erfordert (z.B. eine große Schlacht oder eine große Menschenmege vor einem Palast), läßt man einen Schauspieler über eine Mauer oder aus einem Fenster blicken. Dabei beschreibt er mit Worten dem Publikum, was er "sieht". Die Zuschauer stellen sich das Beschriebene vor. Das berichtete Geschehen fügt sich nahtlos in die Handlung ein und ist für ihren Verlauf sehr wichtig.
In dieser Rubrik, deren Name nun also geklärt ist, beschreibe ich, was ich - manchmal wacklig auf den Zehenspitzen stehend - hinter der Mauer des Alltäglichen "erspähe".
Da zwischem dem Sehen mit eigenen Augen und dem mit Hilfe anderer bekanntlich ein Unterschied besteht, muß der Leser selbst herausfinden, ob da auch tatsächlich etwas ist.

Die Titelillustration dieser Rubrik (s. obenstehendes Bild) zeigt übrigens irgendein beliebiges optisches Gerät - ein weiteres Teichoskop scheint es neben dem meinem nicht zu geben.
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Das Teichoskop
Über Montaigne
Über Lévinas
Die Paralipse
Orthographie
Sterngucker
Das Satyrspiel
Irak-Krieg 2003
US-Wahl 2004
US-Bericht 2005
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