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Irak 2003: War against errorism
Nun hat es Amerika ein weiteres Mal schwarz auf Weiß: Der Krieg gegen den Irak basierte auf gravierenden Fehleinschätzungen. Zu diesem Ergebnis kam eine von President Bush eingesetzte Prüfungskommission, die ihren Bericht mit dem Titel "The Commission on the Intelligence Capabilities of the United States Regarding Weapons of Mass Destruction" am 31.03.2005 vorlegte. Das abschließende Urteil findet sich auf der ersten Seite des 618 Blätter starken Berichtes:
 
"We conclude that the Intelligence Community was dead wrong in almost all of its pre-war judgments about Iraq's weapons of mass destruction. This was a major intelligence failure. Its principal causes were the Intelligence Community's inability to collect good information about Iraq's WMD programs, serious errors in analyzing what information it could gather, and a failure to make clear just how much of its analysis was based on assumptions, rather than good evidence. On a matter of this importance, we simply cannot afford failures of this magnitude.
 
After a thorough review, the Commission found no indication that the Intelligence Community distorted the evidence regarding Iraq's weapons of mass destruction. What the intelligence professionals told you about Saddam Hussein's programs was what they believed. They were simply wrong."
 
Eine richtige Erkenntnis - die leider zwei Jahre zu spät kommt. Denn die mittlerweile fast 20.000 getöteten Zivilisten und die weit über 100.000 gefallenen Soldaten macht der Bericht nicht wieder lebendig. Aber er dokumentiert endgültig das Versagen der US-Regierung, die sich im internationalen Alleingang das Recht herausgenommen hatte, einen "Preemptive Strike" - also einen Angriffskrieg zur Selbstverteidigung - führen zu dürfen.
 
Die Bürger der USA müssen sich nur wenige Wochen nach der Wiederwahl des Kriegspräsidenten George W. Bush fragen lassen, ob sie dieser Regierung weiterhin ihr Vertrauen schenken wollen. Denn im Falle des Irak-Krieges geht es nicht eben mal um eine kleine Affäre oder einen politischen Fehler, wie sie im Alltag einer Regierung eben mal passieren können. Der rein auf falschen Annahmen basierende Krieg gegen den Irak ist ein gravierender Verstoß gegen Völker- und Menschenrechte.
 
Die US-Regierung hat das in sie gesetzte Vertrauen sträflich mißbraucht - und die US-Medien haben sich dabei mit schuldig gemacht. Wer Regierungsentscheidungen hinterfragte, galt als unpatriotisch und antiamerikanisch. Diese Sichtweise sollte sich mit dem heutigen Tag geändert haben. Wer sein Land wirklich liebt, der kommt an der Wahrheit nicht vorbei.
 
Vor der Herausforderung, sich nun endlich der Wahrheit zu stellen, stehen auch die US-Bürger. Sie tragen eine nicht unerhebliche Mitverantwortung dafür, wie sich das System Bush weiterentwickelt. In anderen Ländern wie der Ukraine, in denen man demokratische Grundwerte wirklich zu schätzen weiß, wäre in einer solchen Situation wohl ein Regierungswechsel fällig - selbst nach einer frisch entschiedenen Wahl. Sollte sich nach dem 31. März 2005 in den USA nichts ändern, stehen die nächsten Kriege gegen Nordkorea und den Iran schon bald kurz bevor - denn es gibt Anzeichen dafür, daß sich die gemachten Fehler bereits wiederholen. Freiheit und Wahrheit gehören eben zusammen - das muß auch Herr Bush in diesen Tagen zur Kenntnis nehmen.
Links
 REPORT TO THE PRESIDENT, MARCH 31, 2005
Offizielle Website der US-Untersuchungskommision. Hier kann der vollständige Bericht heruntergeladen werden.
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 Aufklärung als Vernebelung
Kommentar von Heise-Telepolis vom 01.04.2005. Der Bericht der US-Kommission läßt offen, wer für das Versagen der Geheimdienste die politische Verantwortung trägt.
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