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Irak 2003: War against errorism
 
 
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28.03.2003 
Blix: Es gab eine Chance
Quelle: http://tagesschau.de/aktuell/meldungen/
0,2044,OID1680198_TYP6_THE_PTI_ROI_AMI,00.html

 
Hans Blix, Leiter der UN-Waffeninspektoren, sagte in einem Interview mit der ARD, es hätte zwar keine Garantie für eine friedliche Lösung gegeben, eine Chance hätte man aber durchaus gehabt - vorausgesetzt, es wäre mehr Zeit zur Verfügung gestanden. Dreieinhalb Monate seien einfach zu kurz gewesen.
 
 Das ganze Interview
 
Perle tritt zurück
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,242368,00.html
 
Richard Perle, Berater der US-Sicherheitspolitik ist zurückgetreten. Es waren Vorwürfe laut geworden, denen zufolge er politische und finanzielle Interessen in unzulässiger Weise verbunden habe. Der Investigativjournalist Seymour Hersh warf Perle außerdem vor, Kontakte zum saudischen Waffenhändler Adnan Khaschoggi unterhalten zu haben. Seine Beratertätigkeit im Verteidigungsministerium bleibt von seinem Rücktritt voraussichtlich unberührt. Perle hatte bereits im Herbst Schröder zum Rücktritt aufgerufen und in den letzten Wochen sowohl UN als auch NATO als unfähig und überflüssig kritisiert.
 
 Pentagon-Berater Perle tritt überraschend zurück
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27.03.2003 
Für Europäer wie ein eiskalter Schauer aus vergangenen Zeiten: Das Projekt PNAC
Quelle: http://www.newamericancentury.org
Übersetzung der widergegeben Zitate durch den Autor.

 
Anmerkung: Ich habe keine Lust, daß meine Website per Referer an das PNAC gemeldet wird - deshalb setze ich kein direktes Link. Wer sich die Website des PNAC ansehen will, kopiert einfach o.g. URL in die Adreßzeile seines Browsers.
 
PNAC bedeutet übersetzt "Neues Amerikanisches Jahrhundert". Ziel der Vereinigung, zu der auch zahlreiche US-Regierungsmitglieder gehören, ist die Entwicklung geopolitischer Strategien, die Amerika in die Nähe der Weltherrschaft bringen sollen. Auf ihrer Website beschreibt sich die Organisation als "nichtkommerzielle Bildungseinrichtung, die das Prinzip vertritt, daß eine weltweite Führungsrolle Amerikas sowohl für Amerika selbst als auch für die Welt gut sei. Diese Führungsrolle erfordere militärische Stärke, diplomatische Kraft und die Verpflichtung zu festen Grundsätzen."
 
Seit 1998 forderte das PNAC u.a. zu einem Sturz Husseins auf. Wenn man in den öffentlich zugänglichen Erklärungen und Dokumenten des PNAC stöbert, legt sich der Verdacht nahe, daß die derzeitige US-Politik nicht nur eine Reaktion auf die aktuelle Lage im Irak ist. Vielmehr scheint es, als seien die heute aus europäischer Sicht so unverständlichen Prinzipien der amerikanischen Diplomatie bereits seit Jahren in den Think-Tanks nationalistischer US-Ideologen vorbereitet und festgelegt worden.
 
In der Erklärung Statement on Post-War Iraq erweckt das PNAC den Eindruck, daß die "Demokratisierung" des Iraks in ihrer Lesart nur der erste Schritt zu weiterer Einflußnahme auf die politischen Strukturen des Nahen Ostens ist. Sollte sich diese Position nachweislich als der offizielle Kurs der amerikanischen Regierung herausstellen, dann muß sich die NATO m.E. bereits in Kürze überlegen, ob sie sich zum Weggefährten dieser imperialen Politik machen möchte.
 
In einer aktuellen Erklärung vom 23.03.03 mit dem "Titel Power & Duty: U.S. Action is Crucial to Maintaining World Order" wird einer als völlig handlungsunfähig abqualifizierten UNO die strahlende militärische Schlagkraft der US-Truppen als Wundermittel für eine bessere Welt entgegengehalten:
 
"Die unvermeidliche Realität ist, daß die Stärke Amerikas der Schlüssel zu Frieden und Ordnung in der Welt ist. Man stelle sich eine Welt vor, in der die USA keine Macht ausübten. Wer würde ein nuklear gerüstetes Nordkorea in die Schranken weisen? Wer würde den Ein-Parteien-Staat China davon abhalten, das demokratische Taiwan in seinen Pferch zu treiben? Wer wäre übrig, um islamische Terroristen zu jagen, die zunehmendes Interesse an Waffen und Massenvernichtungswaffen haben? Und wer hätte daran festgehalten, alleingelassen und verraten, einen Tyrannen wie Hussein zu hindern, die stärkste Macht im Mittleren Osten zu werden?"
 
Angesichts des letzten Satzes erübrigt sich wohl jeder Kommentar. Von einer an der Realität orientierten Sichtweise ist man beim PNAC in meinen Augen weit entfernt.
 
Im selben Atemzug werden bereits Länder wie Iran, Syrien und Lybien beschuldigt, sie würden den Besitz von Massenvernichtungswaffen erstreben. Ein Vorwurf, der bald zur Legitimation weiterer "präventive" Militäraktionen herangezogen werden könnte?
 
Zu diesem Thema äußerst lesenswert:
 n-tv: Der Krieg aus der Denkfabrik
 
Es gibt keinen "sauberen Krieg nach Plan"
Quelle: http://www.n-tv.de/3149263.html
 
"'Es gibt keine verlässlichen Zahlen über die zivilen Opfer', sagt der Sprecher des Kinderhilfswerks UNICEF für Irak, Geoffrey Keele, in Amman. Nach Angaben der irakischen Regierung sind bisher 194 Einwohner getötet worden. Der private Internet-Dienst iraqbodycount.net hat unterschiedliche Informationen zusammengetragen und schätzte die Zahl der zivilen Toten am Mittwoch auf 213 bis 292."
 
"Und täglich zeigen arabische Fernsehsender Aufnahmen aus Krankenhäusern, wo Männer, Frauen und Kinder unter schweren Verletzungen leiden, die ihnen Raketen und Bomben von Amerikanern und Briten zugefügt haben. 'Mein Sohn wurde bei Granatenangriffen getötet', klagt eine Frau in einem Klinikbett, die vom saudi-arabischen Fernsehsender El Arabija gefilmt wurde. Ihr zweiter Sohn, noch im Kleinkindalter, liegt im Krankenbett daneben."
 
"Der Sender El Dschasira zeigte Aufnahmen von einem vielleicht zwölfjährigen Jungen, dem der halbe Kopf abgerissen wurde. Ein Moderator des Senders entschuldigt sich für die schrecklichen Bilder, fügt aber hinzu: 'Die Welt sollte die Wahrheit wissen.'"  mehr ...
 
Mein Kommentar:
Im Fernsehen sieht man mittlerweile Bilder von tiefen Bombenkratern in Wohngebieten, ausgebrannten Autos, schwerverletzten Zivilisten und die Leichen von Kindern. Ich nehme davon Abstand, diese Bilder hier zu zeigen, weil ich sie selbst kaum ertragen kann. Nachdem bereits Teile der Stromversorgung zusammengebrochen sind, wird nun auch das Trinkwasser knapp. Sobald eine der bisher spärlichen Verteilungen von Hilfsgütern stattfindet, sammeln sich Menschenmassen - jeder hofft, einen Beutel Wasser oder Proviant zu ergattern. Ich finde es deshalb zynisch, wenn Rumsfeld nach alle den Jahren des unmenschlichen Embargos diesen Krieg als "Akt der Humanität" bezeichnet.
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26.03.2003 
Bush-Berater nennt UN überflüssig
Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/230512.html
 
Richard Perle, amerikanischer Regierungsberater, sagte in einem Interview mit der Berliner Zeitung, die Vereinten Nationen und die NATO seien nicht in der Lage, im 21. Jahrhundert für Sicherheit zu sorgen. Kritik am Irak-Kurs der US-Regierung weist er zurück mit einem Verweis auf das Recht auf Selbstverteidigung nach Artikel 51 der UN-Charta.  mehr ...
 
Mein Kommentar:
Ob der Irak-Krieg tatsächlich der Selbstverteidigung dient, ist nach meiner Ansicht genau der strittige Punkt der Sache, denn Beweise für eine konkrete Bedrohung durch den Irak konnten die USA bislang nicht vorlegen. "Angriff ist die beste Verteidung" - eine äußerst problematische Maxime, mit der sich letztendlich jeder Angriffskrieg rechtfertigen läßt, wenn sich eine tatsächliche aktute Bedrohung nicht plausibel und zweifelsfrei belegen läßt. Daß Perle einerseits die UN für unfähig erklärt, sich aber zur Legitimation des US-Krieges gleichzeitig auf die UN-Charta beruft, finde ich schon etwas schizophren. Man legt sich die Welt eben so zurecht, daß sie ins eigene Schema von Gut und Böse paßt. "Liberate America" möchte man rufen ...
 
Amnesty: Gleiche Rechte für Kriegsgefangene
Quelle: http://web.amnesty.org/ai.nsf/index/
MDE140422003?Open&of=COUNTRIES\IRAQ

 
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief die Kriegsparteien auf, die dritte Genfer Konvention zur Behandlung von Kriegsgefangenen zu beachten. Bush und Blair hatten am 23. März unter Berufung auf die Genfer Konvention die Ausstrahlung der irakischen Fernsehbilder von gefangenen US-Soldaten im eigenen Land unterbunden und eine gerechte Behandlung Kriegsgefangener gefordert. Am selben Tag wurden 30 weitere Kriegsgefangene aus Afghanistan zur US-Marinebasis Guantánamo in Kuba gebracht, wo mittlerweile etwa 660 Gefangene aus fast 40 Ländern von den USA ohne Aussicht auf ein gerichtliches Verfahren festgehalten werden. Trotz mehrfacher Bitte wird Amnesty der Zugang zu den Gefangenenlagern in Guantánamo und Bagram im Irak bisher verwehrt.
 
Als im Januar 2002 die ersten Gefangenen aus Afghanistan nach Guantánamo gebracht wurden, veröffentlichte das Pentagon seinerseits das Foto eines Gefangenen in orangenem Overall, der vor US-Soldaten kniete, gefesselt, die Hände in Handschellen, mit verbundenen Augen und einer Maske über Nase und Mund. Das Foto schockierte die Welt. Rumsfeld erklärte später, es sei möglicherweise "unglücklich" gewesen, das Bild zu veröffentlichen, es hätte zumindest besser kommentiert werden müssen. Er fügte hinzu: "My recollection is that there's something in the Geneva Conventions about press people being around prisoners; that -- and not taking pictures and not saying who they are and not exposing them to ridicule".  mehr ...
 
Weitere Amnesty-Artikel zur Menschenrechtslage in Guantánamo:
 
 USA: Detainees in Guantánamo Bay should not be beyond the protection of the law
 
 USA : Guantánamo detainees - the legal black hole deepens
 
 Cuba: continued detentions following mass arrests in February and December 2002
 
 Cuba: Government must release prisoners of conscience immediately
 
Resolution 1441 kein Kriegsgrund
Quelle: http://www.n-tv.de/3147377.html
 
In einem Interview mit n-tv sagte Norman Paech, Professor für Völkerrecht an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik, daß die Resolution 1441 keinen Krieg rechtfertige. Die ebenfalls fragwürdige Berufung der USA auf die Resolutionen 678 von 1990 und 687 von 1991 zeige, daß sie selbst kein Vertrauen in ihre Argumentation habe.  mehr ...
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25.03.2003 
Krieg und Information
 
"Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit" - ein Satz, der derzeit wieder häufig zitiert wird. Beide Kriegsparteien versuchen, durch die Art und Weise der Berichterstattung gezielt Einfluß auf den Gegner und die eigene Bevölkerung auszuüben. Die Darstellung der Kriegsgefangenen war dafür ein deutliches Beispiel. Plötzlich erinnerte sich Herr Bush wieder an internationale Bestimmungen und bat die US-Medien, keine bewegten Bilder von den gefangenen US-Soldaten zu senden. Zu spät - ABC hatte sie bereits gesendet.
 
Das Internet wird vor allem von amerikanischen Bürgern als ergänzende Informationsquelle genutzt, die sich nicht mit den regierungstreuen US-Medien zufrieden geben wollen. Bislang wurden offenbar noch keine Zensurmaßnahmen durch die Bush-Regierung angeordnet. Allerdings stöhnt so mancher Server mit kritischen Inhalten unter der enorm gesteigerten Zugriffslast. Diese Meldung erscheint seit einigen Tagen auf commondreams.org, einem kritischen englischsprachigen Journalismus-Portal:
 

Screenshot vom 25.03.2003
von www.commondreams.org

 
Die aus meiner Sicht bislang sehr faire und um Objektivität bemühte deutsche Berichterstattung leidet unter der repressiven Informationspolitik der Kriegsparteien. So findet sich z.B. folgender Hinweis unter tagesschau.de:

Screenshot vom 25.03.2003
von www.tagesschau.de
Ein, wie ich finde, schöner und angemessener Ausdruck journalistischer Redlichkeit.
 
Widersprüchliche Meldungen
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/
0,2044,OID1671628,00.html

 
Die Kriegsparteien verstricken sich in ihrer Informationspolitik bereits in Widersprüche. Während das US-Außenministerium verlauten ließ, Hussein habe General Ali Hassan el Madschid zum Angriff mit Chemiewaffen ermächtigt, meldete die CIA, er sei bereits bei den ersten Luftangriffen auf Bagdad getötet worden.  mehr ...
 
Thema Kriegskosten
 
Der Krieg im Irak wird die USA ein Vermögen kosten. Es gibt Stimmen, die von 100 Milliarden Dollar Kriegskosten ausgehen - einen schnellen und für die USA günstigen Kriegsverlauf vorausgesetzt. Nicht eingerechnet sind dabei die Kosten für den Wiederaufbau des Iraks und die möglicherweise notwendige längerfristige Stationierung größerer Truppenkontingente zur Friedenssicherung. Im schlimmsten Fall kämen weitere 2 Trillionen Dollar an Kosten auf die USA zu, wie James K. Galbraith, amerikanischer Wirtschaftsexperte und Abrüstungsbefürworter schätzt.
 
Auch wenn diese Zahlen unvorstellbar hoch erscheinen, stehen die materiellen Kosten in keinem Verhältnis zu dem durch den Krieg entstehenden menschlichen Elend. Die Hilfsorganisationen warnen schon heute vor einer humanitären Katastrophe im Irak und den angrenzenden Gebieten. Ich frage mich: Wie kann man angesichts von Hunger, Armut und Unterversorgung weiter Teile der Weltbevölkerung solch große Summen für fragwürdige Kriege ausgeben? Das Geld ist offensichtlich vorhanden - es wird nur nicht für die verwendet, die es am dringendsten benötigen.
 
Quellen:
 Economists Allied for Arms Reduction
 What Economic Price This War?
 Kriegs-Kosten: Bush will weitere 75 Milliarden Dollar
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24.03.2003 
Das UN-Memorandum
Quelle: http://www.n-tv.de/3103022.html
 
Zusammen mit Deutschland und Russland hat Frankreich am Montag bei den Vereinten Nationen ein Memorandum über das weitere Vorgehen im Irak-Konflikt vorgelegt. Obwohl nicht jeder Verdacht ausgeräumt sei, lägen bisher keine Beweise vor, dass der Irak noch im Besitz von Massenvernichtungswaffen ist. Aus dem Wortlaut des Memorandums:
 
"Die volle und effektive Abrüstung in Übereinstimmung mit den entsprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrats bleibt das Hauptziel der internationalen Gemeinschaft. Unsere Priorität sollte sein, dies friedlich durch das Inspektionsregime zu erreichen. Die militärische Option sollte nur ein letztes Mittel sein. Bislang sind die Bedingungen zur Gewaltanwendung gegen den Irak nicht erfüllt."  mehr ...
 
Informationen nur für "Willige"
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,2044,
OID1662516_PTI1654990_ROI1654990_AMI,00.html

 
"Drei Tage nach dem Beginn des Irak-Krieges haben Korrespondenten scharfe Kritik an der Behinderung einer unabhängigen Berichterstattung durch das US-Militär geübt. Sie werfen den USA vor, Journalisten von Informationen fernzuhalten und zu manipulieren."
 
"Wie ARD-Korrespondent Peter Puhlmann berichtet, werden Journalisten aus kriegskritischen Ländern am Zugang zu Nachrichten gehindert. US-Medienvertreter erhielten ihre Informationen hingegen direkt aus dem Pentagon und dem Weißen Haus. Die großen amerikanischen TV-Sender wären inzwischen eine 'Art Informationsministerium' der USA."  mehr ...
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22.03.2003 
Rumsfeld nennt Kriegsziele
Quelle: http://www.arabicnews.com/ansub/Daily/Day/
030322/2003032225.html

 
Einen Tag nach Kriegsbeginn (21.03.2003) nannte Rumsfeld acht Kriegsziele. Hier der Wortlaut eines Transkriptes seiner Rede (Ausschnitt):
  1. "Our goal is to defend the American people, and to eliminate Iraq's weapons of mass destruction, and to liberate the Iraqi people. Coalition military operations are focused on achieving several specific objectives: to end the regime of Saddam Hussein by striking with force on a scope and scale that makes clear to Iraqis that he and his regime are finished.
  2. Next, to identify, isolate and eventually eliminate Iraq's weapons of mass destruction, their delivery systems, production capabilities, and distribution networks.
  3. Third, to search for, capture, drive out terrorists who have found safe harbor in Iraq.
  4. Fourth, to collect such intelligence as we can find related to terrorist networks in Iraq and beyond.
  5. Fifth, to collect such intelligence as we can find related to the global network of illicit weapons of mass destruction activity.
  6. Sixth, to end sanctions and to immediately deliver humanitarian relief, food and medicine to the displaced and to the many needy Iraqi citizens.
  7. Seventh, to secure Iraq's oil fields and resources, which belong to the Iraqi people, and which they will need to develop their country after decades of neglect by the Iraqi regime.
  8. And last, to help the Iraqi people create the conditions for a rapid transition to a representative self-government that is not a threat to its neighbors and is committed to ensuring the territorial integrity of that country."
 Die Kriegsziele in deutscher Zusammenfassung
 
Mein Kommentar:
Über die wahren Motive des Krieges wurde ja schon viel gemutmaßt - insbesondere die Rolle der irakischen Ölvorkommen wird dabei sehr unterschiedlich bewertet. Letztlich wird man erst Jahre nach dem Krieg anhand der konkreten Folgen die Ziele einschätzen und ihre Umsetzung bewerten können.
 
In meinen Augen sind o.g. Kriegsziele sehr defensiv formuliert - sie sollen der Welt zeigen, wie gut es Amerika und seine wenigen Verbündeten mit den Angegriffenen meinen. Dabei stellt sich mir allerdings die Frage: Warum werden diese Ziele ausgerechnet am Irak verwirklicht? Ginge es den US-Strategen wirklich nur um die Befreiung des Volkes von einem Diktator und die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Landes, dann müßten sie auch zig andere Länder auf ihre Befreiungs-Liste setzen. Oder halten die Alliierten den seit Jahren durch das Embargo geschwächten Irak tatsächlich für eine so große Bedrohung des eigenen Landes?
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20.03.2003 
Der Angriff der USA und anderer Länder gegen den Irak ist durch nichts zu rechtfertigen
Quelle: http://www.gruene-partei.de/rsvgn/
rs_dok/0,,21872,00.htm

 
Aus der Erklärung des Bundesvorstandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
 
"Der Angriff der USA geschieht gegen den erklärten Willen der Weltgemeinschaft. Viele Millionen Menschen weltweit haben das aktiv zum Ausdruck gebracht. Die allermeisten Regierungen haben es in den Beratungen der UNO erklärt. Elf von fünfzehn Mitgliedern des Sicherheitsrates der UNO widersprechen bis heute den USA. Offenkundig ist: Die USA haben sich zusammen mit wenigen Verbündeten zum militärischen Alleingang entschlossen, weil es ihnen trotz außerordentlich großen Drucks, den sie anwandten, nicht gelang, eine Mehrheit von der Notwendigkeit eines Krieges zu überzeugen."  mehr ...
 
Kirchen in Deutschland: Dieser Krieg ist Ausdruck des Scheiterns der Politik
Quelle: http://www.ekd.de/presse/
397_pm52_2003_erklaerung_beginn_irakkrieg.html

 
Vertreter der großen deutschen Kirchen legten eine gemeinsame Erklärung zum Irak-Krieg vor. Auch wenn es im Blick auf das menschenverachtende Regime in Bagdad keine Illusionen gebe, und auch wenn es keinen Zweifel gebe, dass die Kirchen in Deutschland die politischen Werte der USA und Großbritanniens teilen, widersprechen sie dem "Weg des Blutvergießens: Denn wir sehen keine ethische oder völkerrechtliche Rechtfertigung für ihn".  mehr ...
 
Kirchen in Amerika gegen den Krieg
 
Während Herr Bush gezielt eine religiöse Sprache verwendet, um seinen "Kreuzzug" gegen die "Achse des Bösen" zu rechtfertigen, nehmen Vertreter der großen Konfessionen in Amerika eine deutlich kritische Haltung zum Krieg ein. Die Bayerische Landeskirche hat die Erklärungen auf einer Seite zusammengefaßt. Lesen
 
Bayerische Landeskirche: Spuren gewaltfreien Umgangs mit Konflikten in der Bibel
Unbestreitbar ist es, dass Gewalt in der Heiligen Schrift eine große Rolle spielt, mehr noch: Gewalt oft durch göttliche Worte legitimiert, ja gelegentlich sogar durch Gott gefordert wird. Dieser Befund irritiert viele Christen, die von Christus her eine andere Linie göttlichen Denkens und Wollens kennen gelernt haben: Liebe statt Gewalt, Hilfe statt Raub und Unterdrückung, Vergebung statt Vergeltung.
 
 Landeskirche Bayern
 
Myths and Facts About the War
Quelle: http://www.commondreams.org/views03/0320-05.htm
  • "This war is not the result of a failure of diplomacy.
  • This war is not a pre-emptive war.
  • This war is not about weapons of mass destruction.
  • This war is not about terrorism.
  • This war is not about the liberation of the Iraqi people.
The United States does not care about true democracy for Iraq. In 1991, when a popular uprising after the Gulf War threatened to oust Hussein's government, the United States intervened to keep Hussein in power. The reason, as officials explained later, was that the United States wanted a military coup to preserve what Richard Haas of the National Security Council called 'Saddam's regime without Saddam.' Since 9/11, the Bush administration has funded a coup attempt in Venezuela, installed a puppet regime in Afghanistan, and cracked down on basic democratic protections in the United States. It would be ironic if the administration wanted democracy for Iraqis but not for Americans. U.S. plans for Iraq clearly involve establishing yet another puppet regime."  mehr ...
 
Mediensperre verhängt
Quelle: http://www.n-tv.de/3147600.html
 
"Die militärische Führung der Golf-Alliierten hat ein totales Medienverbot über die Ereignisse im Irak und in Kuwait verhängt. Direkte Informationen über den Kriegsverlauf würden ab sofort nur noch über einen 'Medien-Pool' an die Agenturen weitergegeben. Ein Washingtoner Regierungsbeamter sagte, es werde damit sicher gestellt, dass 'die Medien aus den richtigen Quellen schöpfen', um in der Lage zu sein, 'die Wahrheit zu verbreiten'."  mehr ...
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19.03.2003 
Reporter ohne Grenzen besorgt um Pressefreiheit
Quelle: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/
cont_dateien/pm_anzeige_c.php?id=271

 
"Die internationale Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit Reporter ohne Grenzen fordert in einer offiziellen Erklärung vom Mittwoch die US-Behörden auf, die Berichterstattung über den bevorstehenden Irak-Krieg nicht zu behindern. Sie befürchtet, dass Journalisten, die innerhalb der US-Streitkräfte arbeiten, zensiert werden könnten und ist in Sorge um die Sicherheit derjenigen, die nicht unter der Kontrolle und dem Schutz des amerikanischen Militärs arbeiten. Die Organisation fordert weiter die US-Streitkräfte auf, Einrichtungen irakischer Medien nicht zu zerstören."  mehr ...
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17.03.2003 
Michael Moore schreibt Bush
 
Der mittlerweile oskar-gekrönte Schriftsteller und Filmemacher Michael Moore ("Stupid White Men", "Bowling for Columbine") hat sich vor Beginn des Irak-Kriegs in einem offenen Brief mit deutlicher Kritik an seinen Präsidenten gewandt. Darin fordert er u.a. Bush zum Rücktritt auf.  Hier der deutsche Wortlaut des Schreibens.
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03.01.2003 
Bush: "US will liberate Iraq"
Quelle: http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/2625981.stm
 
Bush machte bereits im Januar keinen Hehl daraus, daß er kaltblütige Methoden anwenden werde, um die USA gegen vermeintliche Feinde zu verteidigen:
 
"Terrorists are nothing but a bunch of cold blooded killers and that's the way we are going to treat them. (...) Terrorists will not be stopped by mercy or by conscience, but they will be stopped. (...) They will be stopped by the will and might of the United States."  mehr ...
 
 
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Prolog:
 Das Teichoskop
 
Essais:
 Über Montaigne
 Über Lévinas
 Die Paralipse
 Orthographie
 Sterngucker
 Das Satyrspiel
 
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