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Irak 2003: War against errorism
 
 
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WebLog
13.04.2003 
Proteste gehen weiter
Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/
0,1185,OID1731964_TYP_THE_NAVSPM1_REF1,00.html

 
Weltweit gehen die Anti-Kriegs-Demonstrationen weiter. Für den heutigen Tag sind z.B. Veranstaltungen in Berlin und Magdeburg geplant. Gestrige Demos in Zahlen:
  • Berlin: 15.000 Menchen
  • Barcelona: 200.000 Menschen
  • London: 100.000 Menschen
  • Mexiko: 75.000 Menschen
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Mit Satire für den Frieden
Fucking for virginity
Quelle: http://politicalhumor.about.com
Nicht erst seit dem Krieg gegen den Irak sind sie beliebt: Bilder, Karikaturen und Fotomontagen, die die Dummheit und Arroganz von Bush entlarven. Eine große Sammlung, die die bekanntesten satirischen Spott-Werke enthält, findet sich unter:  http://politicalhumor.about.com
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WebLog
12.04.2003 
USA: Erneut Drohungen gegen Syrien
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,244595,00.html
 
Die USA meinen ihre Drohungen gegen Syrien offenbar ernst. Mittlerweile haben sich Richard Perle, der nach wie vor der verteidigungspolitischen Kommission des Pentagon angehört, als auch Präsident Bush erneut geäußert. Perle: "Zunächst würden wir von Syrien verlangen, dass sie alles abgeben, was in ihrem Besitz gelangt ist, um die Bedrohung zu beseitigen. Wenn das nicht geschieht, würde wohl keiner ausschließen wollen, dass wir die volle Breite unserer Möglichkeiten ausschöpfen. (...) Die Botschaft an Syrien, den Iran, Nordkorea, Libyen sollte aber klar sein. Falls wir keine Alternative haben, sind wir bereit zu tun was notwendig ist, um Amerikaner und andere zu verteidigen."  mehr ...
 
Noch immer keine Beweise
Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,244297,00.html
 
Bis dato liegt noch immer kein Beweis vor, daß der Irak einsatzfähige Massenvernichtungswaffen besaß. US-Außenminister Colin Powell hatte im Vorfeld des Krieges behauptet, der Irak besitze mindestens 500 Tonnen chemischer Kampfstoffe. Bundestagsabgeordneter Scheer traut sich bisher als einziger, das Kind beim Namen zu nennen: "Nun gehe es der US-Regierung offensichtlich weiterhin darum, mit solchen Bedrohungslügen ihren doppelten Völkerrechtsbruch zu kaschieren." Ein Krieg gegen eine nur vermutete Bedrohung und die Bombardierung ziviler Ziele seien nicht durch das Völkerrecht abgedeckt. Die Politik der USA sei nichts als eine "konsequente Ressourcenstrategie", die bereits 2001 im Zuge des US-Energiereportes als neue Militärdoktrin vorformuliert worden sei.  mehr ...
 
Mein Kommentar:
Die letzten Bomben sind noch nicht gefallen, da werden schon die ersten positiven Bilanzen über den Krieg gezogen. In der Tat - die Bilder von jubelnden Irakern und stürzenden Hussein-Statuen haben große Symbolkraft. Aber wenn die Entmachtung Husseins das einzige erreichte "Kriegsziel" bleibt, dann war die militärische Intervention der USA tatsächlich nichts weiter als ein Bruch des Völkerrechts und ein Massenmord an zehntausenden Irakern. Die grausame Wirklichkeit dieses Kriegs können wir uns noch immer nicht wirklich vorstellen. Wer weiß schon, was auf den Schlachtfeldern wirklich geschah? Und selbst, wenn man es in Erfahrung bringen könnte - wer würde es wissen wollen? Ich warte sehnsüchtig auf die Berichte der heimkehrenden Journalisten, die, dann hoffentlich wieder ent-bettet, sich von der Seele schreiben, was man ihnen während des Krieges auszusprechen verboten hatte. Aber selbst wenn diese Berichte irgendwann vorliegen werden - wer wird sich dann noch dafür interessieren? Kriege sind auch immer vergessene Kriege. Meine Generation hierzulande kennt sie - zum Glück - nur vom Fernsehbildschirm. Und der kann nicht vermitteln, was Krieg für die betroffenen Menschen wirklich bedeutet. Was bedeutet es für uns, daß zur Zeit weltweit 50 "bewaffnete Konflikte" täglich unschuldige Menschenleben fordern? Wer von uns kennt die Lage in Afrika? Wer spricht heute noch über Tschetschenien? Menschen- und Bürgerrechte sind eine Errungenschaft der Neuzeit, die einen großen Beitrag zu einer friedlicheren und gerechteren Welt leisten kann. Wir sollten nicht zulassen, daß sie - von wem auch immer - mißachtet und gering geachtet werden. So lange nur das zweifelhafte Recht des Stärkeren gilt, regiert die nackte Gewalt und nicht die Menschlichkeit.
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WebLog
10.04.2003 
Blix kritisiert erneut die USA
Quelle: http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/
23/0,1367,POL-2032273-2041303,00.html

 
Blix, Leiter der UN-Waffeninspektoren, kritisierte erneut die USA. Das Auffinden und die Zerstörung von Massenvernichtungswaffen sei als Begründung für die militärische Intervention nebensächlich geworden. Außerdem befürchtet Blix, daß nun mehr Länder Interesse an atomaren Waffen zur Abschreckung gegen die USA haben könnten. Immer noch bedauert er, nicht mehr Zeit für die Untersuchungen bekommen zu haben: "In wenigen Monaten hätten wir herausfinden können, ob das irakische Regime, wie Amerikaner und Briten versicherten, Massenvernichtungswaffen besaß."  mehr ...
 
Rumsfeld: Erneute Drohung gegen Syrien
Quelle: http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/
16/0,1367,POL-2032273-2041392,00.html

 
Während das Regime des Diktators Hussein wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint, erhob Rumsfeld erneut Vorwürfe gegen Syrien, das irakische Regime zu unterstützen. Geheimdienste hätten Informationen, daß irakische Regierungsmitglieder nach Syrien eingereist seien und man ihnen dort Unterschlupf gewähre. Generalstabschef Richard Myers hatte erklärt, Vertreter des Regimes von Saddam Hussein überallhin zu verfolgen. "Wir werden sie verfolgen, wo immer sie sind."  mehr ...
 
Mein Kommentar:
Die gute Nachricht des heutigen Tages: Die Zeit des Regimes von Saddam Hussein scheint nun definitiv abgelaufen zu sein. Das irakische Volk kann nun endlich aufatmen und einer menschlicheren Zukunft entgegensehen. Damit ist der US-Angriffskrieg aber noch keineswegs im Nachhinein gerechtgertigt. Denn Beweise dafür, daß der Irak gefährliche Massenvernichtungswaffen besaß und eine konkrete Bedrohung für die USA darstellte, fehlen noch immer. Zudem stellt sich die Frage, wie die Politik des Nahen Ostens weiter gestaltet werden wird. Stellen die wiederholten Vorwürfe Rumsfelds gegen Syrien einen Versuch dar, gleich das nächste Land zum Abschuß freizugeben? Nach dem 11. September hatte man auch den Staaten pauschal den Krieg erklärt, die Terroristen beherbergen. Obwohl der Zusammenhang zwischen WTC-Anschlag und Irak in keinster Weise zu belegen war, war dies eines der Argumente, mit denen die USA ihren Angriff rechtfertigten. Reicht nun der bloße Verdacht der Beherbergung ehemaliger Mitglieder des Hussein-Regimes, um den nächsten Krieg gegen ein beliebiges Land zu legitimieren? Man wird den USA in dieser Hinsicht noch lange nicht wieder trauen können. Durch bloße Rhetorik scheint die US-Außenpolitik jedes Vorgehen vor sich selbst und dem amerikanischen Volk rechtfertigen zu können (die Weltöffentlichkeit zählt nun ja nicht mehr). Der Krieg im Irak hat nach Schätzungen unabhängiger Beobachter bisher mehr als 1100 zivile Todesopfer gefordert. Die Zahl der getöteten Soldaten ist um ein vielfaches höher - man wird sie wohl vermutlich nie genau erfahren. Ob allein der gewaltsame Sturz des Regimes dieses Opfer rechtfertigt, kann nur das irakische Volk beurteilen. Aus Sicht von Hans Blix und der UN wäre dieses Opfer vermeidbar - oder zumindest aufschiebbar - gewesen. Die Menschen, die diesem Krieg zum Opfer gefallen sind, hätten ein Recht darauf gehabt, daß die letzte Möglichkeit einer friedlichen Lösung ausgeschöpft wird. Es ist höchste Zeit aufzuwachen, bevor die USA "vorsichtshalber" das nächste Todesurteil über zehntausende unschuldige Menschen fällen und der nächste "humanitäre Befreiungskrieg" im Namen der Blindheit beginnt.
 
Michael Moore appelliert an US-Bürger
 
"It appears that the Bush administration will have succeeded in colonizing Iraq sometime in the next few days. This is a blunder of such magnitude -- and we will pay for it for years to come. It was not worth the life of one single American kid in uniform (...) Unfortunately, Bush and Co. are not through yet. This invasion and conquest will encourage them to do it again elsewhere. The real purpose of this war was to say to the rest of the world, "Don't Mess with Texas - If You Got What We Want, We're Coming to Get It!" This is not the time for the majority of us who believe in a peaceful America to be quiet. Make your voices heard. Despite what they have pulled off, it is still our country."  mehr ...
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09.04.2003 
Uranmunition der USA schädigt Erbgut
Quelle: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php4?Nr=5931
 
Im Irak-Krieg setzen die USA auch uranhaltige Munition (DU-Munition) ein. Bereits seit Jahren weisen Friedens-, Menschenrechts- und Umweltorganisationen auf die Folgen dieser Waffe für Mensch und Umwelt hin, die UNO sprach sich bereits 1996 und 1997 durch zwei Resolutionen gegen den Einsatz von DU-Munition aus. Offenbar erfolglos - bereits im Golfkrieg und im Kosovo wurden die Langzeitschäden, die durch den Einsatz radioaktiver Munition verursacht wurden, von den Militärs vertuscht und heruntergespielt.
 
Mittlerweile ist wissenschaftlich belegt, daß uranhaltige Munition das menschliche Erbgut dauerhaft schädigt: "Mindestens 60 000 ehemalige britische und amerikanische Soldaten werden von den Veteranenverbänden beider Länder als kontaminiert bezeichnet", berichtet ngo-online. Auch die Folgen für die Zivilbevölkerung sind gravierend. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Einsatz uranhaltiger Munition und Mißbildungen bei Neugeborenen. Die USA halten es trotzdem nicht einmal für notwendig, die Bevölkerung vor dem Kontakt mit kontaminierten Panzerwracks zu warnen.
 
 Studie: Genetische Schäden durch Uranmunition
 Linksammlung zum Thema Uranmunition
 
Beschuß des Palestine und Bomben auf Al Dschsira: Journalisten unerwünscht?
 
Gestern hat ein US-Panzer das Hotel Palestine in Bagdad beschossen, in dem sich hunderte von Journalisten aufhielten. Der ukrainische Kameramann Taras Protsyuk der Agentur Reuters und der spanische Kameramann José Couso starben bei dem Angriff, drei weitere Journalisten wurden verletzt. Im Büro des Senders Al Dschasira, das ohne Vorwarnung von den Allierten bombardiert wurde, kam der Kameramann Tarek Ayoub ums Leben. Ulrich Tilgner, der für die ARD aus dem Hotel Palestine berichtet, kritisierte in den gestrigen Tagesthemen die Bombardierung des Senders als "absoluten Skandal". Der Vorfall sei "nicht entschuldbar", man habe es nicht einmal für nötig befunden, das Gebäude vor dem Angriff zu räumen. Ein einziger Anruf hätte Menschenleben retten können.
 
Der Angriff auf das Palestine hat weltweit für Bestürzung gesorgt. Falls es sich um gezielte Angriffe handeln sollte, sei dies ein schwerwiegender Bruch des Völkerrechts, sagte Aidan White, der Generalsekretär der Internationalen Journalistenvereinigung (IFJ).
 
Während von Vertretern großer Journalismusverbände der Verdacht geäußert wird, man habe das Hotel absichtlich beschossen, verstrickt sich das US-Militär bei seinen Erklärungsversuchen mal wieder in Widersprüche. Spanische Medien berichteten, daß man in Katar auf Anfrage aus Madrid zugegeben hätte, das Palestine sei vor dem Angriff als militärisches Ziel definiert worden, da das Hotel für irakische Versammlungen genutzt worden sei. Man habe die Journalisten über diese Einschätzung informiert. Dies wird von Journalisten bestritten. Ein Vertreter des US-Militärs, Blount, begründete den Beschuß mit der Aussage, aus der Lobby des Hotels seien Schüsse gegen US-Einheiten abgefeuert worden, seine Soldaten hätten sich nur verteidigt. Hunderten Journalisten, die als Zeugen vor Ort waren, gaben dagegen an, sie hätten den ganzen Tag keine Schüsse in der Nähe des Hotels gehört. Außerdem befinde sich die Einschlagstelle im 15 Stockwerk und auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite der Lobby.
 
 DJV-Pressemitteilung
 Harsche Kritik an Beschuss von Journalisten
 "Palestine" ein militärisches Ziel?
 US-Armee macht Journalisten zur Zielscheibe
  Is There Some Element in the US Military That Wants to Take Out Journalists?
  Protests Build Over Journalists Deaths
 
Mein Kommentar:
Beide Einträge des heutigen WebLogs zeigen meiner Meinung nach, daß die USA ihr Versprechen, die Zivilbevölkerung zu schonen, nicht einhalten. Natürlich läßt sich dies in keinem Krieg hundertprozentig umsetzen. Aber es wird deutlich, daß eben nicht alles getan wird, was getan werden kann. Warum wird wider besseres Wissen Uranmunition verwendet, unter deren Folgen die Zivilbevölkerung noch jahrelang zu leiden haben wird? Warum werden gleich mehrere Aufenthaltsorte von Medienvertretern ohne Vorwarnung beschossen, die deutlich als solche bekannt und erkennbar waren? Militärische Interessen werden klar vor humanitäre Verpflichtungen gestellt. Dies illustriert auch die Politik der USA im Zusammenhang mit den Hilfsorganisationen: Nur wer mit den Alliierten kooperiert, darf seine Hilfsgüter abgeben. Organisationen, die eine kritische Haltung den USA gegenüber einnehmen, wird das Leisten humanitärer Hilfe untersagt. Für mich ist nicht nur die Legitimation dieses Krieges höchst fragwürdig - das konkrete Vorgehen ist es ebenso.
 
 
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Prolog:
 Das Teichoskop
 
Essais:
 Über Montaigne
 Über Lévinas
 Die Paralipse
 Orthographie
 Sterngucker
 Das Satyrspiel
 
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