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In der Frühzeit mußte ein Garten immer der Wildnis abgerungen werden. Der Zaun diente hauptsächlich zur Abwehr von Eindringlingen und Wildtieren, später auch, um das Federvieh und die Schweine des Hofes fernzuhalten. Auch wenn dies heute nur noch zum Teil zutrifft, zählt der Zaun noch heute zu den wichtigsten Gestaltungsmerkmalen des Bauerngartens. Es gibt verschiedene Zaunformen, je nach Lage des Gartens, finanziellen Mitteln des Eigentümers und vorhandenen Baumaterialien. Eines haben sie gemeinsam: Sie bestehen aus Naturmaterialien und haben - anders als die modernen, kunststoffbeschichteten Drahtgeflechtzäune - einen dekorativen Eigenwert. Der sog. "Jägerzaun" ist übrigens ebenfalls eine neuere Mode und hat mit ursprünglicher Gartenkultur nichts zu tun. ![]()
Im Alpenraum gibt es eine Technik, die die schwer zu findende Waldrebe ersetzt: Das "Bähen" von Fichtenzweigen. Dabei werden junge, frische Fichtenzweige übers Feuer gehalten und in heißem Zustand in den Zaun geflochten. Wenn sie abkühlen und austrocknen, verhärtet sich das Harz - eine stabile Verbindung entsteht.
Flechtzäune waren bereits bereits im Mittelalter weit verbreitet. Da er ziemlich viel Baumaterial benötigt, einiges an handwerklichem Geschick erfordert und auch ab und an ausgebessert werden muß, sieht man Flechtzäune heute nur noch selten.
Theoretisch kann man aber auf eine Türangel auch ganz verzichten - das Tor im Bild oben wird nur an den Zaun gelehnt und zum Öffnen weggenommen. Ist das Tor drehbar gelagert, ist bei der Diagonalverstrebung zu beachten, wo die Angeln sitzen: Das bewegliche Ende des Tores muß gestützt werden, also muß die Diagonalstrebe auf der Angel-Seite unten befestigt werden. Beispiel: Ein Tor mit Rahmen in Z-Form (Strebe von links unten noch rechts oben) hat die Angel auf der linken Seite. ![]() Mit dem Zaun verband sich schon immer eine starke Symbolik. So verzierte man früher häufig jede siebte Zaunlatte auf besondere Art und Weise, um dadurch auf den Sonntag als hervorgehobenen Wochentag hinzuweisen. Noch heute kann man diesen Brauch vereinzelt beobachten. So habe ich z.B. im Sommer 2004 bei einem Zaun am Schützenheim ![]() |
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