Startseite Gästebuch Kontakt Podcast Suche Impressum
Über unsTeichoskopBauerngartenTheologieKinderkirchePC und WebFotosLoginSitemapSucheStartseite
 
 
Praxis - Bewässerung
Auch ein naturnaher Bauerngarten muß ab und zu gegossen werden. Schon beim Anlegen sollte man sich mit der Frage beschäftigt haben: Woher bekomme ich das Gießwasser?
 
Neben ihrem praktischen Nutzen haben schöne Pumpen, Brunnen und Wasserbehälter auch einen dekorativen Wert. Ein schöner Steintrog kann wie eine Skulptur den Garten optisch bereichern.
Dekorativ: Schwengelpumpe
 
Wasser ist nicht gleich Wasser
Es spielt eine große Rolle, ob Sie Ihren Garten aus der Wasserleitung oder mit Regenwasser gießen. Mit Trinkwasser sollte man ohnehin sparsam umgehen. Verschwenderischer Verbrauch kostet nicht nur Geld, sondern belastet letztlich auch die Umwelt, weil ein Teil des Trinkwassers der Landschaft künstlich entzogen wird. Das Gießen mit dem Gartenschlauch hat noch einen anderen Nachteil: Um die Pflanzen nicht zu beschädigen, muß man den Strahl sehr indirekt ausrichten, bzw. die Düse so verstellen, daß das Wasser zerstäubt wird. Dadurch kann man nur sehr ungenau gießen - man braucht große Mengen, bis jede Pflanze erreicht und ausreichend gewässert ist. Die ganze Fläche zwischen den Pflanzen muß mitbewässert werden - das kostet Wasser und zieht Schnecken an. Besser ist also, mit der Gießkanne dosiert direkt dort zu gießen, wo das Wasser benötigt wird: direkt an den Pflanzen.
 
Regenwasser ist weicher (weniger kalkhaltig) und wärmer als Leitungswasser. Diese Eigenschaften kommen Ihren Pflanzen zugute. Beim Gießen mit kaltem Wasser werden Boden und Pflanze schlagartig abgekühlt - es kann zu einem Kälteschock kommen, der das Wachstum hemmt. Wasser aus der Regentonne ist wärmer als Leitungswasser und daher besser geeignet.
Gießen zur richtigen Tageszeit
Die Tageszeit spielt beim Gießen ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie sollten Morgens oder Abends gießen, um ein sofortiges Verdunsten des Wassers durch Wärme und Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Gießen bei starkem Sonnenlicht kann außerdem zu Blattschäden führen, denn die Wassertröpchen wirken auf den Blättern wie Brenngläser - es entstehen braune Flecken.
 
Bei sommerlichem Wetter gießt man am besten nach 18 Uhr. So kann das Wasser die Nacht über von Boden und Pflanzen optimal aufgenommen werden.
Gießen Sie lieber zu selten als zu oft
Pflanzen passen sich zu einem gewissen Grad ihrer Umgebung an. Ist das Wasser knapp, bilden sie größere Wurzelwerke, um sich mit Wasser aus tieferen Erdschichten zu versorgen. Wenn Sie ihre Pflanzen zu sehr beim Gießen verwöhnen, bleibt die Wurzelbildung schwächer und Sie müssen öfter mit der Gießkanne anrücken.
Das Wasser im Garten halten
Achten Sie bei einem starken Regenguß einmal darauf, was mit dem Regenwasser in ihrem Garten passiert. Wenn sich Bäche und Rinnsäle bilden, ist dies ein Zeichen, daß der Boden das Wasser nicht aufnimmt, sondern das es auf der Oberfläche davonfließt und keinen Nutzen bringt. Vor allem Gärten in Hanglage sind davon betroffen. Sie könnten Wasserrinnen (kennt man von Bergwegen) anlegen, um das Wasser in ein Auffangbecken oder einen Teich zu leiten. Kleine Gräben um ihre Blumenbeete helfen ebenfalls, das Wasser dort zu halten, wo es gebraucht wird. Lockern Sie die Erde um die Pflanzen herum regelmäßig auf, damit das Oberflächenwasser besser aufgenommen werden kann.
 
Starke Sonneneinstrahlung bewirkt eine starke Verdunstung. Beschatten Sie offene Bodenflächen, um die Verdunstung zu reduzieren: Rindenmulch, Bodendecker oder Gründüngungen erfüllen diesen Zweck. Schneiden Sie im Sommer das Gras nicht zu kurz, um ein Austrocknen des Bodens zu verhindern.
Möglichkeiten der Gießwassergewinnung
Vor allem in Gegenden mit wenig Niederschlag entwickelten die Menschen Techniken, um das Regenwasser zu sammeln. Eindrucksvolle Beispiele sind z.B. die antiken Zisternen in den südlichen Mittelmeerländern. Hier ein paar einfache Vorschläge, wie Sie selbst Gießwasser sammeln können. Selbst wenn esnicht vollständig zur bewässerung Ihres Gartens ausreichen sollte, können Sie das Gießwasser damit ergänzen.:
  • Dachwasser ableiten.
    Die Dachflächen nahegelegener Geräteschuppen, Garagen oder die des Wohnhauses sind hervorragende Wassersammler. Leiten Sie das Regenwasser in Tonnen, Becken oder Fässer. Achtung: Je nach Dachfläche können die Behälter bei einem kräftigen Regenguß sehr schnell überlaufen. Die Sammelbehälter sollten abgedeckt werden, damit sich kein Laub, etc. darin fangen kann und schattig stehen, um zu starke Algenbildung zu verhindern.
     
  • Sammelbehälter aufstellen.
    Für sehr kleine Gärten oder wenige Beete reicht es oft, wenn man ein paar alte Wannen, Eimer oder Schüsseln an einem schattigen, aber nach oben offenen Platz aufstellt. Das gesammelte Wasser kann dann zum Gießen verwendet werden. Sie könnten an einer windgeschützen Stelle auch eine Folie spannen und das abfließende Regenwasser mit einer Wanne auffangen.
     
  • Sickergrube nutzen.
    Die meisten erschlossenen grundstücke verfügen über eine Sickergrube, die durch einen kanaldeckel abgedeckt ist und in die z.B. die Regenrinnen münden. Bei nicht zu niedrigem Grundwasserstand kann man dieses Wasser zum Gießen nutzen. Dazu muß es entweder mit Seil und Eimer geschöpft werden oder mit einer kleinen Pumpe gefördert werden. Erkundigen Sie sich evtl. bei Ihrem Landratsamt über die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Nutzung von Regenwasser - private "Brunnen" sind vom Gesetzgeber nicht überall gerne gesehen.
     
  • Pumpbrunnen aufstellen.
    Sie können auch einen künstlichen Sickerschacht mit einer Schwengelpumpe anlegen. Lassen Sie sich gut beraten, damit Sie später auch bei trockener Witterung Wasser fördern können. Schwengelpumpen für den Handbetrieb sind zusätzlich ein sehr schönes dekoratives Element für Ihren Garten.
Wie kommt das Gießwasser an den Verwendungsort?
Wer Regenwasser sammelt (z.B. vom Hausdach) steht oft vor der Frage: Wie kommt das Wasser zum Beet? Und weil so mancher das Schleppen schwerer Gießkannen scheut, kommt dann eben doch wieder das eiskalte, harte Trinkwasser direkt aus dem Gartenschlauch zum Einsatz. Man kann das mühsame Wassertragen aber umgehen, indem man beim Beet (oder an verschiedenen Stellen im Garten) weitere Regenfässer aufstellt (häßliche Behälter können z.B. durch Eingraben oder Ummantelung mit einer Schilfmatte versteckt werden). Mit Hilfe einer kleinen Elektropumpe und einem Schlauch kann man dann das gesammlte Regenwasser aus der Sammeltonne in die einzelnen Nebentonnen verteilen. Das kostet keine Kraft und das Wasser kommt dorthin, wo es gebraucht wird. Damit das Wasser in den Tonnen nicht verdunstet und sich Algen nicht zu stark vermehren können, sollten die Tonnen möglichst nicht in der direkten Sonne stehen. Ein Holzdeckel z.B. sorgt für ausreichenden Hitze- und Lichtschutz. Bei Regen kann man die Abdeckung abnehmen, um zusätzliches Regenwasser aufzufangen.
Links zum Thema:
 Bewässerung - am besten zur Abendzeit
Informativer Artikel des NABU zum Thema Gartenbewässerung
[Diesen Link als ungültig melden]
 
Einführung  Startseite
 Über den Garten
Geschichte  Frühzeit
 Mittelalter Pflanzen  Das Capitulare
 Kräuter
 Zierpflanzen
 Färberpflanzen
Praxis  Gartengestaltung
 Zaunbau
 Bewässerung
 Mischkultur
 Schneckenplage?
 Tagebuch
Kalender  Brauchtum
 Arbeitskalender Weiterführendes  Newsletter
 Gartenlinks
 Museen & Gärten
 Gartenbücher
 Mailingliste
 Web-Referenzen
 
Hradetzkys.de Weblog als RSS-Feed abrufen
Herrnhuter Losung als RSS-Feed abrufen
Diary of an Old Soul (RSS)
Ich benutze Linux - hier steht, warum
GeoUrl - meine geographische Nachbarn im Web
GnuPG-Key für sichere Emails
  
Was soll der Fisch?
Druckversion
nach oben
Powered by Linux. PHP generierte diese Seite in 0.01473 Sekunden.
Text, Grafik und Programmierung © by Stefan Hradetzky
© 2000 - 2009 by Stefan Hradetzky. Alle Rechte vorbehalten. Beachten Sie die Hinweise des Impressums.