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Da die meisten Kräuter mehrjährige Pflanzen sind, müssen sie nicht jedes Jahr neu gepflanzt werden. Wenn man den Boden im Kräuterbeet mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckt, spart man sich sogar weitgehend das Unkrautjäten und Gießen. Damit man immer in ausreichender Menge (und auch für den Wintervorrat) ernten kann, sollte man immer mehrere Pflanzen der gleichen Sorte anbauen.
Kräuter lassen sich sehr vielseitig verwenden. Sie eignen sich zum Kochen, für Tees, Bäder, Heilmittel, etc.
Kräuter haben Tradition
Früher war der Garten oft die einzige Quelle für Gewürz- und Heilmittel. In Klostergärten und später in sogenannten Apothekergärten wurden Kräuter früher gezielt kultiviert. Die meisten Sorten sind in ihrer ursprünglichen, "wilden", Form erhalten geblieben und wurden nicht gezielt durch Zucht weiterentwickelt. Dadurch haben Kräuterpflanzen eine hohe natürliche Widerstandskraft, sie sind anspruchslos und robust gegen Umwelteinflüsse.
Sammeln, Trocknen und Lagern von Kräutern
Die meisten Kräuter enthalten einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Da diese Öle sich sehr leicht verflüchtigen, sind frisch gepflückte Kräuter getrockneten vorzuziehen. Trotzdem kann man (z.B. für den Winter) Kräuter konservieren. Eine schnelle Trocknung ist für den Erhalt der Wirkstoffe wichtig.
Die beste Erntezeit ist von Pflanze zu Pflanze verschieden; meist enthalten sie aber kurz vor der Bütezeit die meisten Wirkstoffe. Am Tag vor der Ernte sollte man die Pflanze gründlich abbrausen und sie erst am nächsten Tag - wenn der Tau abgetrocknet ist - sammeln. Dazu eignet sich am besten die Nachmittagszeit, wenn möglichst wenig Saft in der Pflanze ist. Dadurch wird die Trocknung beschleunigt. Am Gewichtsverlust, der durch den Trocknungsvorgang eintritt, wird der Wassergehalt der Pflanze deutlich. Um z.B. 1kg Droge (getrocknete Pflanzenteile) Pfefferminze zu erhalten, braucht man ca. 5kg Frischpflanzen. Bei Thymian, der wesentlich weniger Wasser enthält, benötigt man nur 3kg.
Das Trocknen der Pflanzen sollte möglichst bald nach der Ernte erfolgen. Für den Hausgebrauch eignet sich folgende Methode am besten:
Die Pflanzenteile werden in dünner Schicht auf einem aufgespannten Baumwolltuch ausgelegt. Die Temperatur sollte 35 Grad nicht übersteigen und der Platz schattig sein. Langstielige Kräuter, z.B. Majoran, können gebündelt zum Trocknen aufgehängt werden.
Kräuter bewahrt man am besten in Stoffsäckchen oder Gläsern auf; man sollte sie aber nicht luftdicht verschließen, da selbst die getrocknete Pflanze noch einem Stoffwechsel unterliegt. Vor Sonnenlicht schützen.
Für die Küche kann man Kräuter auch in Öl einlegen; sie halten so mehrere Monate. Dazu werden die Blätter gehackt und mit Salz (1TL auf 100g Blätter) in ein verschließbares Glas mit Sonnenblumen- oder Olivenöl gelegt. Im Kühlschrank aufbewahren. Die Kräuter sollten immer vom Öl bedeckt bleiben.
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