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Knoblauch (Allium sativum)
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Knoblauch war ursprünglich im Orient beheimatet. Als Gewürz- und Heilpflanze bekam er im Altertum eine herausragende Bedeutung, wie uns aus archäologischen Funden bekannt ist. Knoblauch wurde als Grabbeigabe verwendet, bildlich dargestellt oder in Berichten erwähnt. Der griechische Geschichtsschreiber Herodot erwähnt Knoblauch im Zusammenhang mit dem Bau der Cheopspyramide: Riesige Summen wurden ausgegeben, um die Arbeiterschaft mit der weißen Knolle zu versorgen.
Verwendung: Bereits in römischen Rezepten wird Knoblauch erwähnt. Obwohl der Knoblauch immerhin aus der Familie der Liliengewächse stammt, wurde er lange Zeit in der gehobenen Küche wegen seines Geruchs geschmäht. Das frische Kraut kann man ähnlich wie Schnittlauch verwenden. Geschnitten oder zerdrückt verwendet man die Zehen als Würze für Salate, Marinaden, Gemüse, Fleisch, Fisch und Nudelgerichte.
Knoblauch sollte nicht zu heiß und nur kurz gegart werden, da er sonst bitter schmeckt. Gegen die Knoblauchfahne hilft folgender Trick: Vor dem Kochen vermischt man den gehackten Knoblauch mit gehackter Petersilie und etwas Zitronensaft. Ziehen lassen und dann ganz normal weiterverarbeiten.
Wirkung:
Verdauungsfördernd, entzündungshemmend, abwehrstärkend, keimtötend, beugt Arteriosklerose vor, gegen Wurmbefall.
Kultur:
Einzelne Zehen werden im April bis Mai in den Boden gesteckt. Nachdem sich das lauchähnliche Kraut entwickelt hat, sollte man über dem Boden einen Knoten damit machen, damit sich das Wachstum auf die Knolle verlagert und nicht nach oben. Knoblauch macht sich gut am Rand des Beetes, weil er von vielen Schädlingen gemieden wird.
Ernte:
Wenn die Blätter verwelkt sind, kann man den Knoblauch aus dem Boden nehmen. Am besten legt man ihn einen Tag zum Trocknen in die Sonne. Zum nachreifen und Lagern kann man den Knoblauch durch Verflechten der getrockneten Blätter an einem luftigen Platz aufhängen.
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(Alle heilkundlichen Angaben ohne Gewähr.)
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