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Bücher

Gartenbücher sind das beste Beispiel dafür, daß es kaum etwas bringt, ein Buch nur zu besitzen - man muß es auch lesen und - vor allem anwenden. Im Vorwort eines meiner älteren Gartenbücher ist zu lesen:
 
"Niemand wird indessen erwarten wollen, daß der Besitz eines Gartenbuches allein schon den Erfolg Im Gartenbetrieb ausmache. Das Buch kann nur Anleitung geben. Die Arbeit selbst, das Erwerben von Handfertigektien und Erfahrung bleibt Aufgabe des Gärtners und Gartenfreundes."

 
Trotzdem sind Gartenbücher allein schon zum Schmökern schön. Deshalb stelle ich auf dieser Seite meine Lieblingsbücher zum Thema Bauerngarten vor, die bei mir zu Hause im Regal stehen. Ich weiß nicht, ob sie noch erhältlich sind - ggf. einfach mal in einem Antiquariat nachfragen.
 

 
BuchcoverVielgeliebter Bauerngarten
 
Autoren: Brigitte Grießmair, Anneliese Kompatscher
 
Verlag: Athesia (Bozen)
 
3. Auflage, 1994
 
ISBN 88-7014-441-0
 
152 Seiten, Format: ca. 21x25 cm
Schon im Titel ist von der Liebe zum Bauerngarten die Rede - und diese spürt man förmlich beim Lesen dieses Buches, das sich vor allem der Vielfalt der Bauerngärten Südtirols widmet. Anliegen der Autorinnen ist, den Wandel der Bauerngärten im Laufe des 19. Jh. zu dokumentieren. Grundlage ist eine wissenschaftliche Erhebung, für die man 1985 den Pflanzenbestand von 360 Südtiroler Bauerngärten erfaßte. Doch das Buch ist weit davon entfernt, nur ein Katalog zu sein, im Gegenteil. Die Texte haben fast erzählerischen Charakter und geben wieder, was zahlreiche befragte Bäuerinnen über die Gärten ihrer Umgebung zu berichten wußten. Neben typischen Gemüse-, Kräuter- und Zierpflanzen werden Geschichte und Brauchtum rund um den Bauerngarten behandelt. Die zahlreichen und sehr gelungenen Fotos sind mehr als Illustration - jedes einzelne vermittelt einen lebendigen Eindruck gegenwärtiger Bauerngartenkultur. Ein ausführliches Literaturverzeichnis lädt zum Weiterschmökern ein.
 
Fazit: Ein sehr gründlich recherchiertes und lehrreiches Buch, das zum Schmökern und Träumen einlädt - nicht nur Südtiroler.

 
BuchcoverDas kleine Buch der Bauerngärten
 
Autoren: Ursula und Wolf-Dietmar Unterweger
 
Verlag: Stürtz (Würzburg)
 
1. Auflage, 1994
 
ISBN 3-8003-0557-7
 
64 Seiten, Format ca. 12x16 cm
Dieses kleine Büchlein im Postkarten-Format ist ein praktischer Ratgeber zum Thema Bauerngarten. Die knappen Texte sind sehr instruktiv und schildern in aller Kürze Wesentliches und Wissenswertes über naturnahe Gartengestaltung. Themen sind u.a. Geschichte, Gestaltung, biologischer Pflanzenschutz und typische Pflanzensorten des Bauerngartens. Zahlreiche Fotos vermitteln idyllische Impressionen.
 
Fazit: Ein schönes Mitbringsel für Einsteiger, das die Grundgedanken der Bauerngartenkultur vermittelt und Lust auf mehr macht.

 
BuchcoverDas große Buch der Bauerngärten
 
Autoren: Ursula und Wolf-Dietmar Unterweger
 
Verlag: Stürz (ich habe eine vereinfachte Sonderausgabe von Flechsig-Buchvertrieb)
 
ISBN 3-88189-242-7
 
160 Seiten, Format ca. 24x30 cm
Dieses Buch ist der große Bruder vom Kleinen Buch der Bauerngärten (s.o.). Die Autoren widmen sich ausführlich der Frage, was man unter einem Bauerngarten zu verstehen hat und diskutieren kritisch, ob es so etwas wie eine "Reinkultur" des Bauerngartens gab oder gibt. Dabei greifen sie auf zahlreiche historische Quellen zurück, die z.T. auch zitiert werden. Schwerpunkt der Darstellung ist die historische Entwicklung der Gartenkultur vom Frühmittelalter bis zur Nachkriegszeit des 19. Jahrhunderts. Dabei erteilen die Autoren dem modernen, sterilen Garten eine klare Absage:
 
"Entstanden sind nun Gärten mit gepflegten Rasen, mit Blaufichten und fremdländischem Zuchtpflanzenbesatz. (...) Von pedantischem Ehrgeiz gepackt, immer den Garten des Nachbarns im Auge behaltend, läßt man nichts Bodenständiges mehr aufkommen. (...) Die natürliche Vielfalt ist einer grünen Einfalt aus dem Katalog gewichen."
 
Es bleibt nicht bei der Kritik - die Autoren machen konkrete und leicht nachvollziehbare Vorschläge, wie man seinen Garten lebendig und naturnah gestalten kann. Zaunbau, Wege, Beeteinfassungen, Bodenverbesserung und Mischkultur kommen zur Sprache. Ein Verzeichnis typischer Pflanzen ist eine wertvolle Hilfe beim Gestalten des eigenen Gartens. Ein Literaturverzeichnis verweist auf wissenschaftliche Quellen und Publikationen.
 
Fazit: Ein historisch interessiertes und gleichzeitig praxisorientiertes Buch, zwischen dessen Zeilen man das Bedauern um den Verlust wirklicher Gartenkultur vernehmen kann.

 
BuchcoverDer Bauerngarten im Wandel der Zeiten
 
Autorin: Dr. Eleonore Hohenberger
 
Hrsg. vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege, Herzog-Heinrich-Str. 21, 80336 München
 
4. Auflage, 2001
ISBN 3-87596-090-4
51 Seiten, Format: ca. 21x20 cm
Das Ziel dieser Broschüre ist, wie man dem Vorwort entnehmen kann, "den Bauerngarten aus seiner Geschichte heraus besser verständlich zu machen, damit die Bäuerinnen auch weiterhin seinem Stil treu bleiben können." Ohne sich in romantisierenden Details zu verlieren, versucht die Autorin, für eine Rückkehr zu ursprünglicheren Formen der bäuerlichen Gartengestaltung zu werben. Unter "Bauerngarten" wird hier definitiv der "Garten des Bauern" verstanden.
 
Die Argumentation richtet sich an Landwirte und zielt eher auf das Bewahren bäuerlicher Lebenskultur - weniger auf ganzheitliches Naturerleben oder ökologische Gartengestaltung. Zur Illustration der z.T. sehr detailliert dargestellten Gartengeschichte wurden neben farbigen Fotos auch einige alte Zeichnungen und Kupferstiche aufgenommen, die einen sehr anschaulichen Eindruck vermitteln.
 
Fazit: Ein gut recherchierter, sachlich orientierter Text mit einigen sehenswerten alten Bildern und Zeichnungen. Insgesamt fehlt der Broschüre meiner Meinung nach etwas die "Sinnenfreude" - vieles bleibt oberflächlich und theoretisch. Trotzdem: Sehr informativ.

 
BuchcoverBlick über den Zaun. Gärten und Felder im Freilichtmuseum an der Glentleiten
 
Autorin: Franziska Lobenhofer-Hirschbold
 
Schriften des Freilichtmuseums Nr. 22, Großweil, 1997
ISBN 3-924 842-23-X
28 Seiten, Format: ca. 21x15 cm
Diese Broschüre des Freilichtmuseums Glentleiten (bei meinem Besuch des Museums im Sommer 2003 noch dort erhältlich) beschreibt einen Ausschnitt der im Museum dargestellten Gärten und Pflanzen. Im Mittelpunkt steht dabei die geschichtliche Entwicklung des Bauerngartens (Frühmittelalter, Mittelalter und frühe Neuzeit). Neben alten Kräuter- und Gemüsesorten werden auch alte Feld-, Faser- und Färberpflanzen vorgestellt. Besonders wertvoll für historisch interessierte Gartenfreunde sind m.E. die Grundriß-Skizzen der Museumsgärten, aus denen auch die traditionelle Bepflanzung ersichtlich ist. Man könnte sich so bei der Gestaltung des eigenen Gartens an einem konkreten historischen Vorbild orientieren. Zahlreiche Fotos runden die informative Broschüre ab und vermitteln ein lebendiges Bild historischer Bauerngartenkultur.
 
Fazit: Knappe und preiswerte Lektüre, aus der sich viele Anregungen zur Gestaltung eines historischen Bauerngartens gewinnen lassen.

 
 
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