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Allerheiligen und Allerseelen (1./2. November)
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Der November ist nach christlichem Brauch die Zeit des Totengedenkens. Nachdem die letzten Blätter gefallen sind, erinnert auch der natürliche Jahresverlauf an den Tod; der Winter ist nahe. Ein alter Spruch lautet deshalb: " An Allerheiligen sitzt der Winter auf den Zweigen."
Die Wurzeln des kirchlichen Hochfests Allerheiligen, dem Gedächtnistag für Märtyrer und Heilige, reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück.
Im Jahr 998 führte Odilo von Cluny das Fest Allerseelen ein, um der Verstorbenen zu gedenken, für sie Fürbitte einzulegen und ihre Gräber zu schmücken. Allmählich verschob sich dieses Gedenken der "armen Seelen" auf den Allerheiligentag.
Die "Seelwoche" dauert traditionell in Bayern acht Tage. Die Familie kommt zusammen, um die Gräber verstorbener Angehöriger zu besuchen. Vielfach wird angenommen, daß die Seelen der Verstorbenen in diesen Tagen ihre alte Heimat aufsuchen. Als Wegzehrung stellt man ihnen Brei oder Kuchen nachts auf den Tisch und hält die Stube warm. Kein Messer darf mit der Schneide nach oben liegen, keine leere Pfanne über dem Herdfeuer stehengelassen werden.
Reste dieses vorchristlichen Kults haben sich bis heute erhalten: Viele Bäckereien bieten in dieser Zeit die traditionellen "Gebildbrote", "Seelenwecken", "Seelenstriezel" und "Seelenbrezeln" an.
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Andreas-Tag (30. November)
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Der Andreas-Tag am 30. November ist der letzte Tag des Kirchenjahres. Der Apostel Andreas, der Bruder des heiligen Petrus, kam Legendenberichten zufolge als Missionar nach Kleinasien und Griechenland. In Patras soll er im Jahr 60 n.Chr. den Märtyrertod an einem Kreuz mit schrägstehenden Balken gestorben sein. Derartige Kreuze werden deshalb Andreas-Kreuze bezeichnet.
Die Andreas-Nacht (29.-30. November) ist nach altem Volksglauben die erste große Zauber- und Orakelnacht vor Weihnachten.
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