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Hundstage (23. Juli - 24. August)
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Als "Hundstage" bezeichnet man traditionell die Tage zwischen 23. Juli und 24. August, weil in dieser Zeit der Stern Sirius aufgeht. Da er der hellste Stern des Sternbilds "Großer Hund" ist, wird er auch "Hundsstern" genannt. Der Volksglaube schrieb ihm böse Einflüsse zu, so daß die Hundstage als Unglückstage angesehen wurden. Man vermied es, in diesen Tagen Hochzeiten zu feiern (aus Angst vor einer schlechten Ehe). Auch sollte man in dieser Zeit nicht im Freien baden, weil man fürchtete, daß das Wasser vergiftet sei, Ausschläge und Haarausfall verursachen könne oder ein Unfall leichter als sonst passieren könne. Auch auf das Aderlassen verzichtete man in dieser Zeit. War das Wetter trüb, wurde dies als besonders schlechtes Zeichen interpretiert.
Seit dem 14. Jahrhundert ist die Ansicht belegt, mit den Hundstagen gehe häufig eine Schönwetterperiode einher. Daher kommt die Assoziation, die Hundstage seien besonders heiße Tage. Allerdings hat sich diese Hitzeperiode im Laufe der Jahrhunderte etwas verschoben, so daß sie meist schon in der Julimitte liegt - die zeitliche Verbindung mit dem Aufgehen des Hundssterns ist somit nicht mehr ganz zutreffend.
Zahlreiche Bauern- und Wetterregeln erwähnen die Hundstage:
- "Wie das Wetter ist, wenn der Hundsstern aufgeht, so bleibt es bis er untergeht."
- "Sind die Hundstage heiß - bringt das Jahr noch Schweiß"
- "Hundstage hell und klar, deuten auf ein gutes Jahr. Werden Regen sie bereiten, kommen nicht die besten Zeiten."
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