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Aus einem meiner alten Gartenbücher (von 1923): | | Je nach den örtlichen klimatischen Verhältnissen, welche außer durch die geographische Lage, durch die Höhenlage, die Nähe von Gebirgen und Seen beeinflußt werden, sind die einzelnen Arbeiten etwas früher oder später als hier angegeben vorzunehmen: |  |
Juni
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Allgemein:
Was im Mai gepflanzt wurde, ist nun gut zu pflegen. Je wärmer die Witterung, um so besser; im Garten helfen wir mit Gießen nach. Die Beete werden mit verrottetem Mist belegt. Dunggüsse werden, möglichst bei trübem Wetter, gegeben. Für den Herbst- und Winterbedarf sät man noch Eskarol und Endivien, sowie nochmals Rosen- und Blätterkohl; ferner macht man Folgesaaten von Karotten für den Winter, rote Rüben, Salat, Kohlrabi, Winterrettich; ebenso kann man noch Buschbohnen und Stangenbohnen legen. Leergewordene Beete werden mit Setzlingen von Kohlarten, Lauch, Kohlrabi oder Salat bepflanzt. Tomatenpflanzen anheften und alle Triebe ausschneiden, Stangenbohnen anleiten bzw. heften. Kartoffeln hacken und behäufeln.
Obstgarten:
Im Obstgarten sind die Formobstbäume zu pinzieren, zu formieren und anzubinden. Düngen und Gießen, namentlich Spaliere; Schwefeln und Spritzen.
Blumengarten:
Im Ziergarten können zu Anfang des Monats noch viele Anpflanzungen nachgeholt werden; für Blattpflanzengruppen ist es noch Zeit. Jetzt können auch empfindlichere Topf- und Gewächshauspflanzen, z.B. Palmen, Ficus usw. im Freuen aufgestellt werden, nur sei man mit der Sonne vorsichtig. Rosen schwefeln.
Zimmerpflanzen
Die Zimmerpflanzen und alle Kalthausgewächse kommen nun allmählich hinaus, jedoch Vorsicht vor der Sonne, da der plötzliche Wechsel nur schadet. Balkon- und Fensterkästen richten. Topfgewächse verpflanzen.
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